5 Schritte Video-Vorlage – Die richtige Planung, um tolle Videos aufzunehmen!

5 Schritte Video-Vorlage – Die richtige Planung, um tolle Videos aufzunehmen!

Nach all den Planungen und Vorbereitungen des eigenen YouTube-Kanals geht es nun an die Aufnahme des ersten Videos. Aber Moment, auch hier gibt es noch einige Dinge zu planen! Ich zeige dir im Folgenden eine erprobte 5 Schritte Video-Vorlage, die du für den Aufbau und die Planung deiner Videos nutzen kannst.

Zudem gehe ich in diesem Teil des YouTube Tutorial darauf ein, welche Fragen du dir selbst bei einem neuen Video beantworten solltest und wie viel Planung wirklich sinnvoll ist.

Warum sollte man YouTube Videos planen?

Kamera an und loslegen. Das ist sicher der Wunsch vieler YouTuber EinsteigerInnen, aber oft ist das keine gute Idee.

Viele legen einfach los mit der Videoaufnahme. Sie haben eine grundlegende Idee, was sie in dem Video sagen wollen und das reicht den meisten.

Das kann auch sehr spontan sein, aber oft ist das nicht ideal. Meist wirkt es dann etwas durcheinander und unkoordiniert. Zudem kommt man oft nicht auf den Punkt oder vergisst wichtige Dinge.

Deshalb ist es besser, wenn man die eigenen Videos Schritt für Schritt plant. Das erleichtert nicht nur die Videoaufnahme selbst, sondern sorgt zudem dafür, dass der Videoschnitt nicht so lange dauert.

Je besser man plant, um so reibungsloser läuft die Videoaufnahme und um so besser wird meist das Resultat, wobei es hier auch sehr auf die Art des Videos ankommt. Zudem schafft man am Ende mehr Videos in einer bestimmten Zeit mit einer guten Planung.

“Wenn man es nicht schafft zu planen, dann plant man, es nicht zu schaffen.”
Benjamin Franklin

Die richtige Planung, um tolle Videos aufzunehmen!

Du solltest für jedes deiner Videos ein paar Vorbereitungsschritte durchgehen, um es optimal zu planen.

Dabei geht es vor allem darum die Zielgruppe abzuholen und ihnen mit unserem Video etwas zu bieten und sie zufrieden zu stellen.

Worum geht es im Video?

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Als erstes solltest du dir natürlich überlegen, worum es in deinem Video gehen sollte. Ein Thema sollte darin behandelt werden und nicht 10. Hier ist es meist sinnvoll einen guten Fokus zu haben.

So macht es zum Beispiel mehr Sinn, wenn ich in einem Video die 10 besten Solo-Spiele des Jahres vorstelle, als die 50 besten Spiele für jeden. Das letztere Video mag ebenfalls nicht schlecht sein, aber die Zuschauer werden darin viele Empfehlungen bekommen, die sie nicht interessieren. Da ist es besser eine genaue Zielgruppe anzusprechen, in diesem Fall die Solo-Spieler.

Zudem sollte das Thema des Videos natürlich passend zum Kanal sein, aber das versteht sich von selbst.

Für wen ist das Video?

In diesem Zusammenhang solltest du dir ebenfalls darüber klar sein, für wen das Video ist. Du solltest eine klare Zielgruppe haben.

Es ist wichtig, dass man bestimmte Personen damit erreichen will und nicht einfach alle. Auch hier gibt es natürlich Unterschiede. Wenn ein bekannter YouTuber ein Vlog macht, dann interessiert das sicher fast alle seine Abonnenten. Aber wenn man ein bestimmtes Gartengerät vorstellt, dann ist das in der Regel auch für eine ganz bestimmte Personengruppe.

Man sollte hier als eher konkreter sein, als zu allgemein, denn so kann man viel besser auf die Wünsche, Probleme und Bedürfnisse dieser Zielgruppe eingehen.

Was ist der Hook?

Laut YouTube sind die ersten 15 Sekunden eines Videos die wichtigsten. Schließlich entscheidet sich in dieser Zeit, ob jemand das Video weiterschaut oder nach einem anderen Video sucht.

Deshalb ist es wichtig, in den ersten Sekunden die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu bekommen und sie neugierig zu machen. Hier kommt der sogenannte Hook ins Spiel.

In den ersten Sekunden sollte man den Zuschauern vermitteln, warum diese das Video schauen sollten und was es ihnen bringt.

Wichtige Fakten, Beispiele & Einblicke

Ebenfalls wichtig ist bei der Vorbereitung, dass man alle wichtigen Fakten und Informationen zusammenträgt, die man im Video vermitteln will. Es ist nämlich sehr ärgerlich, wenn man nach der Aufnahme merkt, dass man etwas Wichtiges vergessen hat.

Zudem sollte man praktische Einblicke und Beispiele bieten und auch diese muss man vorbereiten. Gerade wenn man z.B. andere Personen zu Wort kommen lassen will oder Beispiel-Fotos bzw. Videoeinspieler nutzen möchte, bedarf das eine vorherige Planung.

Wenn man also nicht nur reden will in seinem Video, sondern auch viel zeigen will, braucht es eine gute Planung.

Frage stellen

YouTube-Videos sind eine interaktive Angelegenheit und deshalb solltest du die Chance nutzen deinen Zuschauern eine Frage zu stellen.

Dadurch kann man die Zuschauer einbinden und Kommentare forcieren. Das sorgt nicht nur für mehr Interaktion (und damit positive Signale für YouTube), sondern auch die Zuschauerbindung steigt.

Kanal-Info & Abo

Im Intro den Videos ist es auch gut den eigenen Kanal ein wenig vorzustellen und auf das Kanal-Abo hinzuweisen.

Das sollte aber knackig und kompakt erfolgen, weshalb man den sogenannten Elevator Pitch üben sollte. Also die Kurzvorstellung des Kanals und des USP (Alleinstellungsmerkmal) in 30 bis 60 Sekunden (so lange eine Fahrstuhlfahrt eben dauert).

5 Schritte Video-Vorlage

Natürlich gibt nicht DIE eine Vorlage für ein YouTube-Video. Hier gibt es viele Variationen und je nach Kanal und Inhalt des Videos können die Videos unterschiedlich aufgebaut sein.

Dennoch ist die folgende Video-Vorlage mit ihren 5 Schritten ein guter Ausgangspunkt, an dem man sich orientieren kann. Es handelt sich um eine bewährte Videostruktur, die dafür sorgt, dass möglichst viele Zuschauer lange dabei bleiben und aktiv werden.

  1. Hook

    Als erstes kommt der schon angesprochene Hook. Das ist ein wirklich kurzer Teaser am Anfang des Videos, in dem die Zuschauer erfahren, um was es im Video geht, und was ihnen das Video bringt.

    Der Hook ist vor allem dazu da Interesse zu wecken, damit die Zuschauer dranbleiben.

  2. Intro

    Danach kommt das eigentliche Intro. Das kann eine Animation des Kanallogos sein und man stellt sich und seinen Kanal im Intro meist kurz vor.

    Zudem geht man etwas ausführlicher auf den Videoinhalt ein und gibt eine Vorschau auf die Highlights und den ggf. vorhandenen Bonus am Ende des Videos. Im Intro wird meist schon vorgeschlagen ein Kanal-Abo abzuschließen.

    Das Intro richtet sich natürlich sehr nach der Zielgruppe, die man anpeilt. Oft muss man aber auch eine gute Balance finden, denn neue Zuschauer will man über das wichtigste informieren, ohne bestehende Abonnenten zu langweilen.

  3. Inhalt

    Anschließend kommt der eigentliche Hauptinhalt, der je nach Thema kürzer oder länger ausfallen kann. Hier gibt man Informationen, zeigt Beispiele, stellt Fakten vor, lässt andere zu Wort kommen etc..

    So würde man in einer Schritt für Schritt Anleitung in diesem Teil alle Schritte durchgehen.

  4. Bonus

    Nach dem Hauptinhalt des Videos ist es ideal, wenn man noch einen Bonus bietet. Diesen hat man idealweise im Intro schon angeteasert.

    Mit dem Bonus legt man nochmal eins oben drauf und bietet den Zuschauern einen weiteren Mehrwert. Das können Bonus-Tipps sein, ein Gewinnspiel, ein kostenloser Download, ein Gutschein/Rabatt usw..

    Damit endet man auf einer sehr positiven Note und hinterlässt bei den Zuschauern ein positives Gefühl. Und die Wiedergabezeit steigt durch so einen Bonus deutlich an.

  5. Call to Action

    Das positive Gefühl nutzt man dann, um am Ende des Videos noch einen Call to Action einzubinden. Dabei geht es darum, was die Zuschauer nach dem Video machen sollen.

    Das kann das Kanal-Abo sein, aber z.B. auch ein Produktkauf, ein Download, eine Anmeldung bei einem Service, ein weiteres Video und so weiter.

    Hier sollte man sich idealerweise nur auf einen Call to Action konzentrieren und nicht 5 verschiedene Dinge empfehlen.

Wie schon geschrieben, ist diese Struktur nur eine Ausgangsbasis und mit der Zeit lernt man, wie man diese für die eigenen Zwecke anpassen kann.

Diese Fragen solltest du vorher beantworten!

Bei der Planung eines Videos solltest du die folgenden Fragen auf jeden Fall beantworten können:

  • Was möchte ich mit dem Video erreichen? Was ist das Ziel des Videos?
  • Wen will ich mit dem Video erreichen?
  • Warum sollen diese Zuschauer das Video schauen?
  • Was will ich im Video zeigen?
  • Was kann ich den Zuschauern Besonderes bieten?
  • Welche Handlung möchte ich am Ende forcieren?

Ein Skript für das Video schreiben?

Viele YouTuber machen sich Stichpunkte oder sammeln die oben genannten Punkte nur in ihrem Gehirn.

Andere wiederum erstellen ganze Video-Skripte mit einem Schritt für Schritt Videoablauf, inkl. einzelner Kamereinstellungen und so weiter.

Ich selber mache mir Stichpunkte zu den wichtigsten Teilen und versuche gerade den Anfang (Hook & Intro) knackig zu planen. Zudem notiere ich mir vor allem wichtige Fakten und Informationen für den Hauptinhalt, um nichts zu vergessen.

Mit der Zeit macht man sich auch Gedanken über Kamera-Einstellungen, Effekte etc., wenn diese für das eigene Video relevant sind. Das kommt mit der Erfahrung von vielen Videos.

Manch einer nutzt sogar ein Storyboard, was gerade dann Sinn macht, wenn man viele Szenen, Shots, Kamera-Einstellungen und so weiter nutzt. Das wäre mir persönlich zu aufwendig und solche anspruchsvollen Videos sind aktuell auch gar nicht mein Ziel.

Ein Skript hilft auf jeden Fall das Tempo des Videos gut im Auge zu behalten, um das Interesse der Zuschauer aufrecht zu erhalten.

Wie viel Planung ist bei Videos sinnvoll?

Wie viel Planung für ein YouTube Video wirklich sinnvoll ist, dazu gibt es viele unterschiedliche Meinungen.

Wie oben schon geschrieben, machen mache alles aus dem Bauch heraus, während andere jedes Detail planen. Viele liegen irgendwo dazwischen.

Auf jeden Fall sollte es nicht wie Abgelesen klingen, aber auch kein Chaos sein, bei dem die Zuschauer genervt abschalten.

Es kommt sehr auf die Art des Videos an, weshalb am Ende jeder für sich und seine eigenen Videos herausfinden muss, wie viel Planung am besten funktioniert.

Übung macht auch hier den Meister oder wie Winston Churchill mal sagte:

“Am meisten Vorbereitung kosten mich immer meine spontan gehaltenen, improvisierten Reden.”
Winston Churchill

Fazit

Das waren also meine Tipps und Einblicke in die Videoplanung. Meiner Meinung nach ist die richtige Vorbereitung wichtig, um tolle Videos aufzunehmen.

Mit der 5 Schritte Video-Vorlage hast du eine sehr gute Basis für tolle Videos und kannst von da ausgehend noch besser daran feilen.

Mich würde nun zum Abschluss interessieren, wie du deine Videos planst?

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