Negative Kommentare, Beleidigungen und Hate auf YouTube – So gehst du damit um!

Negative Kommentare, Beleidigungen und Hate auf YouTube – So gehst du damit um!

YouTuber werden ist der Traum vieler und alles scheint toll zu sein, wenn man erfolgreich auf YouTube ist. Allerdings reden viele erfolgreicher YouTuber und YouTuberinnen nicht über Probleme wie negative Kommentare, Beleidigungen und Hate auf YouTube.

Warum es überhaupt zu solch negativen Verhalten der Nutzer kommt und wie man damit am besten umgeht, erfährst du im Folgenden.

Dabei gebe ich praktische Tipps und schildere eigene Erfahrungen.

Negative Kommentare, Beleidigungen und Hate auf YouTube

Viele stellen sich das Leben erfolgreicher YouTuber sehr schön vor. Diese liegen am Strand im Urlaub, fahren ihre Sportwagen und genießen das Leben. Und auch wenn gerade der finanzielle Erfolg natürlich teilweise so aussehen kann, spricht kaum jemand über die Schattenseiten des Erfolgs.

Sobald man viel Aufmerksamkeit bekommt und im Mittelpunkt steht, gibt es leider auch viele Neider und einfach dumme Menschen, die sich selbst besser fühlen, wenn sie andere beleidigen, beschimpfen und so weiter. Negative Kommentare unter Videos sind da wohl noch das auffälligste Indiz, wenn diese denn freigeschaltet bzw. nicht gelöscht werden.

Wobei Kritik und andere Meinungen ja grundsätzlich gut und erwünscht sind. Allerdings sind viele dieser Kommentare eben nicht sachlich, sondern persönlich beleidigend oder gar richtiger Hate.

In diesem Video beschreibt eine YouTuberin, welche Probleme sie nach einem sehr erfolgreichen Video hatte und warum sie für eine ganze Weile gar nichts mehr auf YouTube gemacht hat.

Wieso kommt es zu solchen Äußerungen?

Hate im Netz ist nichts Neues und schon länger ein Problem. Wobei es aber kein wirklich neues Phänomen ist, denn auch vor dem Internet kam es Mobbing, Beleidigungen und vieles mehr. Menschen, die im Rampenlicht stehe, wie Schauspieler, Politiker usw. musste sich schon immer damit auseinandersetzen und auch bei “normalen” Menschen gibt es immer wieder solche Probleme. Wer kennt nicht den Troll-Nachbar, der immer was zu meckern hat.

Das Netz und gerade auch YouTube haben das alles aber noch verschärft, denn es ist natürlich einfacher geworden andere zu beleidigen und ihnen sogar zu drohen und dabei anonym zu bleiben. Es gibt keine Pflicht den richtigen Namen in YouTube zu verwenden und so sagen viele Menschen Dinge, die sie dir von Angesicht zu Angesicht nicht sagen würden.

Teilweise mag es zwar so sein, dass der YouTuber oder die YouTuberin selbst mit provokanten Aussagen oder gar eigenen Beleidigungen solch ein Verhalten provoziert, aber in den meisten Fällen sind es einfach nur Neider und unsoziale Menschen, die sich zu Trollen und Hatern entwickeln.

Ich bin kein Psychologe und will deshalb hier gar nicht so weit ausholen, aber leider hat einfach ein gewisser Teil der Menschen anscheinend kein Benehmen oder einfach auch mit den eigenen Problemen so viel zu tun, dass man den Frust an anderen auslässt.

Was sind die Folgen von Hass und Neid?

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Der Troll fühlt sich in dem Moment besser und überlegen, was aber einfach nur eine traurige Charakterschwäche ist und zeigt, dass er oder sie genau eigene Probleme hat.

Die YouTuberin oder der YouTuber hat damit allerdings oft sehr zu kämpfen. Gerade dann, wenn sowas das ersten mal passiert, nimmt man es oft persönlich und das tut sehr weh. Oft werden einem Dinge unterstellt, die so gar nicht stimmen und das tut besonders weh, wenn man Videos mit Herzblut und Leidenschaft macht.

Noch schlimmer ist es, wenn man wirklich auf einer persönlichen Ebene angeriffen wird und das dann auch noch von vielen Menschen. So etwas kann Angstzustände, Depressionen und mehr auslösen.

Natürlich geht jeder damit anders um und manche Menschen haben einfach eine dickere Haut, als andere. Spurlos geht das aber an den wenigsten vorbei, gerade dann, wenn es über Hass-Kommentare hinaus geht. Teilweise gibt es persönliche Drohungen per Mail oder Telefon, was dann schon in den privaten Bereich reingeht und noch schlimmer ist.

Wenn dann der Hate noch in Soziale Netzwerke und andere YouTuber-Kanäle überschwappt, dann wird es wirklich schwierig.

Nicht wenige YouTuber und YouTuberinnen schließen ihren Kanal oder veröffentlichen zumindest keine Videos mehr.

Was kan man gegen Hater und Trolle machen?

Zu allererst muss man sagen, dass es keine einfache Pauschallösung gegen negative Kommentare, Beleidigungen und Hate auf YouTube gibt.

Man wird das Problem auch nicht mit einer Maßnahme lösen und man wird auch trotz aller Vorbereitung so etwas nicht pauschal verhindern können. Wer einen großen Kanal hat, wird automatisch solche Trolle und Hater anziegen.

Vorbeugen

Die Inhalte des eigenen Kanals und der eigenen Videos hat oft eine große Auswirkung darauf, ob Trolle und Hater angezogen werden. Kontroverse Inhalte locken eher Trolle an. Wie heißt es so schön: “Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus”.

Das heißt nicht, dass man keineswegs anecken sollte mit den eigenen Videos, aber es sollte einem bewusst sein, dass man so etwas auch forcieren kann. Man sollte sich einfach bewusst sein, dass bestimmte Themen (Politik, Sexualität, Musik …) einfach viele Emotionen wecken.

Gleiches gilt auch für die Videos selbst, denn tendenziell macht man sich eher angreifbar, wenn man im Video selbst auftaucht, also das eigene Gesicht zeigt. Auch das soll nicht heißen, dass man das nicht tun sollte, aber gerade diese persönliche Ebene ist ein Angriffspunkt für viele Trolle, die einfach einen Grund zum Stänkern suchen.

Ich habe z.B. in meinen Blogs, aber auch auf YouTube gemerkt, wenn man selbst entspannt und nett ist, sind das auch die allermeisten Leser und Zuschauer. Das ist sicher keine Pauschallösung, aber ein wichtiger Eckpunkt.

Eine mögliche Vorbereitung gegen Trolle ist es zudem die YouTube-Kommentare pauschal zu moderieren, also einzeln freizuschalten. Die Einstellungen in YouTube findest du unter “Einstellungen > Community”.

Negative Kommentare moderieren auf Youtube

Es ist auch möglich die Moderation in einzelnen Videos zu aktivieren, falls eines mal für viele Spam-Kommentare sorgt.

Das behindert zwar die Diskussionskultur ein wenig, aber ist ein gutes Mittel gegen Trolle. Nicht nur, dass man solche Kommentare dann erst gar nicht freischaltet, man nimmt Hatern auch die Motivation weiterzutrollen. Denn das Ziel solcher Menschen ist es ja damit selbst Aufmerksamkeit zu erhalten.

Damit umgehen

“Don’t feed the Troll” ist eine Maxime, die sehr gut dabei helfen kann, mit Hasskommentaren und ähnlichem umzugehen.

Viele dieser Menschen wollen provozieren und wahrscheinlich geht diesen einer ab, wenn man auf so eine Provokation in den Video-Kommentaren auch noch eingeht. Lass dich also nicht auf das Niveau dieser Menschen herab, sondern stehe darüber. Fange bloß keine Diskussion mit diesen Personen an.

Ich weiß, das ist oft nicht einfach, aber versucht es nicht persönlich zu nehmen, denn das ist es nicht. Diese Menschen kennen dich gar nicht, sie wollen einfach Ärger machen. Das kannst heute du sein und morgen jemand anders.

Die beste Methode gegen Trolle und Hater ist es oft, diese einfach zu ignorieren. Nicht auf deren Kommentare eingehen oder diese gar nicht freigeben bzw. löschen. Achte auch darauf, dass deine Community das ebenfalls nicht macht. Es hilft nämlich nicht unbedingt, wenn du dich zwar zurückhältst, aber dafür andere Zuschauer sich auf einen Troll-Fight einlassen. Werden solche Menschen nicht beachtet, dann verlieren sie schnell die Lust und ziehen weiter.

Aber auch hier wieder der Hinweis, dass Kritik nicht pauschal von Trollen stammt. Sachliche Kritik und eine fundiert geäußerte andere Meinung sollte man nicht löschen, sondern ebenfalls sachlich darauf eingehen und kommunizieren.

In diesem Video gibt es schöne Erklärungen und Tipps für den Umgang mit Trollen und Hatern.

Probleme lösen

Hat man selbst wirklich mal einen Fehler gemacht, der einen Shitstorm heraufbeschworen hat, dann sollte man nicht reflexartig versuchen den Fehler auch noch zu erklären oder zu rechtfertigen. Viel besser ist es diesen Fehler zuzugeben und sich zu entschuldigen. Lässt man sich dagegen auf große Diskussionen ein, dann wird es meist nicht besser.

In Live-Streams kann es natürlich auch dazu kommen, dass Menschen trollen. Hier ist es sinnvoll einen Moderator zu haben, der ggf. bestimmte Personen einfach blockt.

Doch nicht jedes Problem auf YouTube kann durch ignorieren, blocken und tief durchatmen gelöst werden. Teilweise werden die Beleidigungen so schlimm und weiten sich dann doch auf andere Kanäle oder andere soziale Netzwerke aus, dass man aktiv dagegen vorgehen sollte.

Man kann bei YouTube Kommentare bzw. User melden, wenn diese wiederholt sehr negativ auffallen. Wie das geht, findest du hier gut erklärt. Allerdings sollte das wirklich nur die letzte Möglichkeit sein.

Wobei die allerletzte Möglichkeit natürlich die juristische ist. Kommt es wirklich zu Rufmord, persönlichen Drohungen und Straftaten, kann man sich an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Auch der Weg zum Anwalt ist hier möglich.

Negative Kommentare, Beleidigungen und Hate nicht persönlich nehmen!

Zum Ende kann ich nur sagen, dass man Beleidigungen, negative Kommentare und so weiter nicht zu persönlich nehmen sollte. Das fällt sicher nicht einfach, auch mir nicht.

Es hilft sehr ein Leben außerhalb des Netzes zu haben. Familie, Kinder, Freunde und so weiter, die nichts mit deinem YouTube-Kanal zu tun haben. Diesen Menschen bist du wichtig und das sind auch die einzigen Menschen, die dir wirklich wichtig sind.

Zudem hilft es, wenn man sich auf die positiven Kommentare und Nutzer konzentriert. 95% oder mehr der Nutzer sind positiv, freuen sich über neue Videos und hinterlassen positive Kommentare. Antworte auf positive Kommentare und nimm darauf Bezug in deinen Videos. Das stärkt die eigene positive Community und zeigt dir, dass das meiste doch positiv ist.

Fazit

Mit negativen Kommentaren, Beleidigungen und Hate auf YouTube umzugehen, ist also nicht so einfach und es gibt keine einfachen Lösungen.

Man kann einiges im Vorfeld tun, um die Gefahr für solche Hater- und Troll-Aktionen zu vermindern, aber ausschließen kann man es nicht. Je größer ein YouTube-Kanal wird, umso größer ist der Reiz für Hater aktiv zu werden. Schließlich ist es oft einfach Neid, der diese Personen antreibt.

Man kann es auch positiv sehen, denn wie sagte Arthur Schoppenhauer so schön “In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid”. Wenn man es aus dieser Perspektive sieht, dann weiß man zumindest, dass man etwas richtig macht, wenn Trolle aktiv werden.

Welche Erfahrungen hast du mit negativen Kommentaren, Beleidigungen und Hate auf YouTube gemacht und wie gehst du damit um?

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